Mit Ihrer Ölheizung in die Energiewende

Seit dem 20. September stehen die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030. Das Klimakabinett hat sich auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen soll. Das Programm sieht eine sogenannte CO2-Bepreisung und die Förderung klimafreundlicher Heizsysteme vor. Wir fassen für Sie zusammen, was die Eckpunkte für Ihre Ölheizung bedeuten.

Über Änderungen an den Inhalten des Klimaschutzprogramms und Neuigkeiten zur politischen Entwicklung halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

1. Die Programminhalte können sich noch ändern.

Mit dem Klimaschutzprogramm zeigt das Klimakabinett, wie Maßnahmen zum Klimaschutz aussehen könnten. Bevor das Programm wirksam wird, muss es zunächst das Gesetzgebungsverfahren passieren. Angelaufen ist der Prozess Ende Oktober, als das Bundeskabinett einige Eckpunkte in den Entwurf für das Gebäudeenergiegesetz aufgenommen und beschlossen hat. Dieser Entwurf geht nun zur Abstimmung in den Bundestag. Die Inhalte können bis zur finalen Verabschiedung noch angepasst werden.

2. Ölheizungen haben auch in Zukunft Bestand.

Ihre bestehende Ölheizung können Sie auch künftig nutzen. Ein grundsätzliches Verbot ist nicht vorgesehen. Ölheizungen haben also weiterhin Bestand.

3. Neue Ölheizungen werden Teil von Hybridsystemen.

Laut Klimaschutzprogramm sollen neue Ölheizungen ab 2026 nur als Teil eines hybriden Heizsystems installiert werden dürfen. Das heißt, bis Ende 2025 können Sie Ihre geplante Heizungsmodernisierung wie geplant umsetzen. Ab 2026 ist dann voraussichtlich die Kombination einer neuen Ölheizung mit Erneuerbaren Energien notwendig, beispielsweise mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Geplant ist zudem die Einführung einer „Austauschprämie“, um die Umstellung zu fördern. Ist bei Ihnen kein Gas-/Wärmenetz vorhanden oder die Einbindung Erneuerbarer Energien nicht möglich, können Sie auch nach 2026 eine unabhängige Ölheizung modernisieren und installieren.

4. Heizungsmodernisierungen werden weiterhin gefördert.

Für den Einbau eines neuen Öl-Brennwertgeräts erhalten Sie nach wie vor eine staatliche Förderung. Noch bis mindestens Ende 2019 können Sie die Aktion „Besser flüssig bleiben“ nutzen. Mit Unterstützung des Instituts für Wärme- und Oeltechnik können sie sich ganz einfach Zuschüsse aus den passenden Förderprogrammen sichern.

5. Eine Ölheizung ermöglicht Einsparungen.

Heizsysteme im Kostenvergleich Einmalige Investitionskosten ** Laufende Kosten *
Vorhandener Ölkessel *** 3.700 €
Neues Öl-Brennwertgerät 11.400 € 2.975 €
Neues Gas-Brennwertgerät 13.000 € 3.130 €
Strom-Wärmepumpe (Luft-Wasser) 24.850 € 3.388 €
Fernwärme 10.500 € 3.350 €
Neue Pelletheizung 28.200 € 3.138 €

(Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/was-kostet-eine-neue-heizung.html)
* Laufende Kosten wie z.B. Brennstoffkosten inkl. Grundgebühr und Lagerverzinsung, Strombezugskosten, Vergütung
für ins Netz eingespeisten Solarstrom, Wartung und Reinigung von Kessel und evtl. Lagerbehälter, Schornsteinfegergebühren.
** Einmalige Investitionskosten (Komponenten unterschiedlich nach Heizsystem) wie z.B. Wärmeerzeuger evtl. inkl.
Brenner und Abgassystem sowie Regelung, Zubehör und Kleinteile, Wärmespeicher für Warmwasser und evtl. Heizung,
In der Regel alternativ: Lagerbehälter, Tankstilllegung, Erdsonde inkl. Bohrung, Anschlusskosten für Erdgas oder
Fernwärme, Solaranlage (thermisch oder photovoltaisch), Lohnkosten für (De-) Montage inkl. Elektroarbeiten.
*** vor 1986 Einfamilienhaus mit 150 m2, Erdgeschoss und Dachgeschoss beheizt, rechteckiger Grundriss und Satteldach.